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Sonntag, 18.20, mit 40 Minuten Verspätung landete der Flieger am José Marti Aeroporto in Havana. Es folgte das  obligatorischen Ausfüllen zahlreicher Papiere, alle ähnlich dem Visa Antrag.
Wer glaubt das war’s der war noch nie in Kuba denn vor dem Immigration Check heißt’s noch ein Zettelchen ausfüllen, nichts was wir davor nicht auch schon ausgefüllt hätten, sind halt sehr genau die Leut’ in der Karibik.
Freu dich nicht zu früh falls du es schaffst schnell durch den Check zu kommen, stell dich hierzu ruhig beim VIP Schalter an, denn die gewonnene Zeit büßt du beim Gepäcksband wieder ein.

Der, bereits am Vortag angereisten, österreichischen Delegation folgend, machte ich mich in einem Bus, begleitet von Kollegen/innen aus ganz Europa auf dem Weg zum, direkt am Malecon gelegenen Hotel Melia Cohiba.
Nach 25 minütiger Fahrt, Händeschütteln, knutschen und drücken sowie der Vorstellung der Juroren, endlich Sturm auf das reichhaltige Büfett.
Gesättigt, müde jedoch gut gelaunt enterten wir die Hotelbar.

Die Österreicher v.l.n.r.
Dein Dumancic, Stefan Himmelbauer, Simone Hnilitzka, Christoph Stocker, Alex Teufl, Lukas Hochmuth, Christoph Teufl.

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  • Tag 1 Cuban life, Cuban culture

Montag beginnt mit einer straff geführten Tour zum Museo del Ron Havana Club, Castillo de La Real Fuerza, das leider geschlossen war, Plaza de Armas, Plaza de La Catedral, Callejón de Hamel (Afro-Cuban culture) mit einer sensationellen Tanzvorführung und dem Plaza de Revolution, Lunch im Hotel und gegen 13.30 beginnt der erste von vier Vorträgen.
Eingeleitet werden die Nachmittagsvorträge durch Ciro Bianchi Ross “Cuba through cuban eyes” danach Jared Brown & Anastasia Miller mit ” When it was cocktail time in Cuba”, musikalisch entführte uns Dave Broom “A Journey from Santeria to Cuban Hip-Hop” und Ian Burrell sorgten mit seinem Vortrag “How NOT to win a cocktail Competiton” für herzhafte Lacher.
Barbecue Dinner im El Palenque, einer nicht touristischen Institution in Havana, zu
traditionellen Klängen genossen wir die kubanisch kreolische Küche.

  • Tag 2 Cuban rum, cantinero culture

Am Dienstag standen den ganzen Tag Seminare, Workshops udgl. am Programm:
Vormittags in 3er Gruppen aufgeteilt, lauschten wir im ” The Tasting Workshop” Dave Broom Alles eigentlich nichts neues, aber die Art und Weise wie Dave zur Sache ging, war dann doch einzigartig.
Danach ging es weiter zu Señor Asbel Morales Lorenzo, Master Ronero von Havana Club Rum, der uns von A-Z in die Geheimnisse der Rum Produktion einweihte.
Der dritte Vortrag befasste sich mit “The Flavour is in the nose”, den Ian Burrell wie gewohnt mit Witz und Charme moderierte.
Nach einer kurzen Pause, wir stärkten uns in fester und flüssiger Form, betrat Alejandro Bolivar Head Bartender aus der Floridita und Juanjo Gonzáles Rubeira aus Barcelona die Bühne.
“The fine art of cantinero service and mixing style” hervorragend präsentiert in Wort und Bild, auch die dazu gereichten Kostproben, die im Nebenraum gemixt wurden, ließen keine Wünsche offen.
Naren Young leitete mit “Molecular Cuban” das nächste Level ein und Tony Coniglarios “Working with Cuban Flavours” war nicht minder interessant, danach wurde es sportlich im großzügig angelegten Pool Bereich im 2. Stock.
Abends, wieder in kleinen Gruppen, starteten wie die Bartour “Bodeguita del Medio”, “Floridita La cuna del Daiquiri” und zum Abschluss ins “Sloppy Joe’s”, wo wir mit Burgern unseren Hunger stillten.
Besagte Bars sind touristisch stark frequentiert, was sich in der Qualität der Drinks bemerkbar macht.
Bei der Ankunft vor dem Hotel bot sich uns ein Spektakel das wir bisher nur aus Erzählungen kannten: Live-Musik ertönte, es wurde gesungen, getanzt, als gebe es kein morgen, auch ein paar Flaschen Rum wurden geleert, ein Illusionist mit „magic hands“ sorgte für Staunen, selbst als die Polizei vorbeikam und wir schon schlimmstes befürchteten, war die Party noch lange nicht zu Ende.

  • Tag 3  „the quest for the next Cuban classic“

Mittwoch begann für die Wettstreiter mit Vorbereitungen für das Semifinale, jeder Teilnehmer bekam 20 Peso cubano convertible abgekürzt CUC, der Kurs orientiert sich an dem Dollar  $ 1.00 = € 0,76, es durften nur Produkte aus dem kommunistische Land verwendet werden. Zum Vergleich 1 kubanischen Peso (Moneda Nacional) = 0,03 €

Zusätzlich zur Markt Challenge mussten die Teilnehmer noch ein Video zur Präsentation vorbereiten. Unser Teilnehmer Lukas HOCHMUTH aus dem Ritz Carlton meisterte diese Aufgabe souverän und belegte den hervorragenden 5. Platz von 48 Teilnehmern/Innen was ihm den Einzug ins Finale sicherte.
Nicht unerwähnt sollte bleiben das Lukas die “Daiquiri-Speedround” für sich entschieden hat. Chapeau!
Am Abend besuchten wir das “El Aljibe” wo uns köstliche kubanische Küche serviert wurde, kulinarischer Höhepunkt u.a. Moros y Cristianos.
Die weitere Nacht verbrachten wir im famosen Berthold Brecht culture Theater wo uns eine virtuose Musik & Tanz Vorführung dargeboten wurde.

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  • Tag 4 Die Entscheidung – Das Finale

2 Optionen standen am Vormittag zur Auswahl
Fun & Sun – Cuban Style führte u.a. zu Hemingway’s Finca Vigía, oder einer Führung durch die Havana Club Distillerie in San José de las Lajes wofür ein Business Visa benötigt wurde.
Im ehemaligen Casino des altehrwürdigen Hotel Rivera fanden sich mittlerweile die Teilnehmer ein um sich für das Finale vorzubereiten.
Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt als um 15.30 die ersten 4 Finalisten/in die Bühne betraten.
Die Zubereitung der Drinks wurde mit Erzählungen des jeweiligen Teilnehmers untermalt während zeitgleich im Vorbereitungsraum die Kostproben für die anwesenden Gäste gerichtet wurden.
Lukas war als 12ter am Start und ihm gelang es,  lt. Dave Broom, als erstem, kubanischen Flair in den Wettkampf zu bringen, seine Präsentation wurde vom “Trio magnificio” musikalisch begleitet.

Die Siegerehrung fand im La Davina Pastora, eines der exklusivsten Restaurants, auf der anderen Seite des Malecon statt.
Nach dem Dinner lauschte man interessiert den Danksagungen, bis schlussendlich die Namen der Gewinner verlautbart wurden.
Seine Hommage an zwei klassisch kubanische Cocktails, …., eine gekonnt locker elegante Performance, brachte Lukas einen beachtenswerten Platz im vorderen Mittelfeld

Platz 3 ging an Alessandro PALUMBO von den Cayman Islands.
Indika SILVA aus Köln belegte mit seiner ” Doña Isabel den 2. Platz
Andrew LOUDON aus London durfte sich verdient als Sieger feiern lassen und wird neben weltweiten Auftritte als Special Ambassador, auch beim nächsten HCCP 2016 der Jury angehören.

JOSÉ MARTI SPECIAL
40 ml Havana Club Añejo 3 Años
20 ml lime juice
20 ml sugar syrup
15 ml Tio Pepe Sherry
2 ml Ricard
4 cloves
Muddle the cloves in the bottom of the shaker. add all Ingredients, shake with ice and strain in a coupette.

Mit einen rauschendem Fest endete der diesjährige HCCP 2014 und die glücklichen die ihren Aufenthalt verlängern konnten, wie auch der Verfasser dieser Zeilen, erlebten noch kubanischen Flair abseits der Touristenpfade.

Dank sei gerichtet an PR-AUSTRIA, und all jenen die dazu beigetragen haben, das diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.
Erich Wassicek

Den „Most Imaginative Bartender“ im Umgang mit Bombay Sapphire kürte man in London zwei Tage vorm weltweiten Gin-Tag. Das Datum, die sehr britische Atmosphäre des St. Pancras-Hotels bzw. der Churchill-Bar und natürlich die Präsenz von Master Distiller Nik Fordham in der Wettbewerbsjury spornte zu Höchstleistungen an. Zumal an seiner Seite auch noch die Chefs der weltbekannten Artesian Bar, Alex Kratena, und der nur mit in Flaschen gefüllten Cocktails arbeitenden „White Lyan“, Ryan Chetiyawardana, saßen.

Mit drei deutschsprachigen Finalisten – Marian Krause (Spirits Bar/Köln), Timothy Mulhbeyer (Schweizer Hof/Bern) und Kenny Klein (Maniac Bar Artists/Bad Ischl) standen die Chancen bei vierzehn Teilnehmern rechnerisch ganz gut. Doch weder die von einem Brief des „Bombay“-Erfinders Thomas Dakin und dem deutschen Botanical, der sächsischen Engelwurz, inspirierte „Great Fellows“ von Marian Krause, noch der an die Prohibition erinnernde „Majes-tea“ des als erster Starter gelosten Schweizers schaffte es ins Finale.

Verdammt, die Überzeit!

Unter den letzten Fünf sahen viele Zuseher aber Kenny Klein. Die Inspiration für die mit weißer Schokolade, Zimt und Mandeln gesüßte Spargelsuppe stammt von Tochter Emily, „für die ich immer Tricks brauche, damit sie Gemüse isst“. Mit der perfekten Präsentation seines auch von Conchita Wurst inspirierten „Rise like a Phoenix“, in der er das Brennverfahren mit eigens angefertigten Kupferplatten, Aromasprays und Trockeneis visualisierte, heimste der Maniac Bar Artists-Chef den längsten Applaus ein. Die Überzeit ließ den Bad Ischler dennoch keine Chance auf das Finale. Das „Bombay Sapphire“-farbige Glückssakko, mit dem er sich in Berlin an die Spitze gemixt hatte, nützte hier leider nicht.

Doch auch in der Publikumswahl, der sich die neun nicht im Finale antretenden Bartender stellten, hatte Klein das Nachsehen. Der Cucumber Sour des Kanadiers Lee Peppinck (The Living Room/Calgary) erhielt mehr Votings. Überhaupt wurde gerne Gemüse eingesetzt, etwa vom Belgier Ran Van Ongevalle (Baar/Gent), der mit Karotte und gelber Paprika arbeitete und einen der schmackhaftesten Drinks servierte.

Wie schmeckt Papier?

Den Sieg holte sich Remy Savage (Little Red Door/Paris) mit einer einfachen, aber perfekt umgesetzten Inspiration. Sein „Paper Anniversary“ verband den Gin mit einem Papier-Sirup. Penibel setzte der Franzose den „Geruch eines neuen Buchs in Geschmack um“. Der kräftige Drink wurde mit Vanille, Enzianwurzel und Laphroaig-Whisky (für die hölzerne Note) aromatisiert, „wie zu jedem Drink in meiner Bar“ gab es auch ein wenig Salz, geräuchertes und normales Kochsalz vermischt, dazu. Um die Hommage an den neuen Destillerie-Standort, die ehemalige Papiermühle Laverstoke, perfekt zu machen, garnierte Remy die Cocktailgläser mit alten Banknoten, die dort einst hergestellt wurden. Zweiter wurde der Brite Richard Wood (Duck & Waffle/London), der seinen Drink in einem nachgebauten Wald aus Moos servierte. Mit der Feier im London Cocktail Club in der Shaftesbury Avenue klang die Woche für die Bartender intensiv aus, zur inoffiziellen Aftershow Party erschienen nur mehr drei von ihnen.

 

(Bericht/Fotos Roland Graf)

 

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Am Montag, 23. Juni 2014 um 15.30 Uhr führen wir im (klimatisierten) Clubraum des Schwarzen Kameels  (Wien 1., Bognergasse 5) eine PORTonic-Blindprobe durch und bitten Dich, als Juror mitzuwirken.

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Für die Verkostung werden eine Vielzahl in Österreich erhältlicher Tonics mit Niepoorts Dry White Port gemixt. Reinhard Pohorec, Mixology Newcomer of the Year, wird für die fachlich korrekte Durchführung sorgen. Gemeinsam versuchen wir zu eruieren, welches Tonic die beste Liaison für DEN Sommerdrink 2014 darstellt!

Über Deine Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Bitte um Deine Zusage bis allerspätestens 18. Juni 2014!

Herzlichen Gruß,
Dorli Muhr und Marcella Maurer

Anmeldung direkt bei Marcella Maurer, Wine & Partners, m.maurer@wine-partners.at, +43 1 369 79 900 oder auf office@viennabarcommunity.at

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