MD-AUSTRIA & TATSUYA MINAGAWA, LUDEN ZUR VERKOSTUNG IN DIE KELLERGEWÖLBE DES PLANTER’S CLUB

Spricht man von japanischem Whisky, so spricht man auch bei uns meistens von Suntory, dem ersten und größten Produzenten des Landes.
Der Firmengründer Shinjiro Torii begann als junger Unternehmer 1899 mit seinem Importunternehmen Kotobukiya spanischen Wein zu importieren und ab 1907 einen süßen Wein aus japanischen Trauben im Portweinstil herzustellen. Das Werbe-Plakat des Graphikers Mokuda Inoue für Suntory-Wein schockierte das Japan der 20er Jahre, gewann aber auch einen internationalen Preis.

1919 brachte er seine erste Marke Tory’s Finest Liqueur Scotch Whisky auf den Markt und 1920 kaufte er ein Grundstück zwischen Kyoto und Osaka um Yamazaki die erste japanische Malt-Brennerei zu bauen.
In Masataka Taketsura fand Torii seinen Brenn-Meister, der 1920 mit seiner schottischen Frau aus Schottland zurückkehrte, wo er in Glasgow Chemie studierte und praktische Erfahrung in den Brennereien Longmorn und Hazelburn sammelte.
Mit Shirofuda ( „White Label“ ) kam 1929 der erste japanische Whisky auf den Markt, ein Blend aus Yamazakis Malt und Grain Whiskys und somit war Whisky auch für ein breiteres Publikum leistbar.

Nach Meinungsunterschieden über den Hausstil des Whiskys verließ Taketsuru, der einen torfigeren Whisky vorzug,  1934 das Unternehmen und gründete die Brennerei Dai-nippon-kaj in Japans nördlichster Insel Hokkaido. Dieses Duopol beherrscht noch immer den japanischen Whisky-Markt.
Aber erst nach dem 2. Weltkrieg begann der Aufstieg der japanischen Whisky-Industrie, Taketsuru benannte seine Firma in Nikka um und Torii eröffnete 1952 eine Bar-Kette um seine Whiskys zu bewerben und zu verkaufen. Weitere neue Brennereien und Unternehmen wurden gegründet und zu dieser Zeit wurde es Mode Whisky auf „mizuwari“-Art zu trinken (stark verdünnt als Longdrink).

Zur Verkostung wurden Yamazaki 12 yrs 43%,Yamazaki 12 yrs 50% (japanische Wassereiche gelagert), Yamazaki 18 yrs 43%, Hibiki 12 yrs  43%, Hibiki 17 yrs 43%, Hakushu 12 yrs 43% und Nikka from the Barrel 51,4% gereicht.

Meine Verkostungsnotizen möchte ich euch an dieser Stelle ersparen, aber generell sind japanische Whiskys gut gemacht und sehr zugänglich. Freunde sehr torfiger Whiskys werden wohl eher enttäuscht sein, da die meisten Whiskys sehr fruchtig und süß schmecken.  Bei den Blends zeigen die Japaner ihre Kunstfertigkeit, da sie nicht wie in Schottland aus Schätzen verschiedener Destillerien schöpfen können sondern die diversen Whisky-Charaktere für ihre Blends in ihren Brennereien selbst herstellen.
Mir persönlich schmeckten bei der Verkostung Yamazaki 18 yrs, Hakushu 12 yrs und Nikka from the Barrel am besten.

Der Sommer kommt bestimmt, also nehmt einen nicht zu teuren japanischen Blend, Eis und Soda zur Hand und mixt euch einen kühlen „mizuwari“. Kampai!

Andreas Obermeier
Albertina Passage

16 Kommentare zu „The Suntory Whisky Masterclass – 12.04.2012 Planter’s Club“

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